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Es stand in der Zeitung

Es geht nicht ohne Ehrenamt

Es geht nicht ohne Ehrenamt

von Jonna Marlin Lausen
erstellt am 29.Dez.2017 | 03:11 Uhr – Quelle: https://www.shz.de/18679551 ©2017
 

Sprakebüll | Herr Nissen, was macht Ihre Gemeinde so besonders? Warum sollte jeder nach Sprakebüll ziehen?

Wir möchten gerne so klein und beschaulich bleiben, wie wir sind. Sind aber offen für junge Leute, die hierher ziehen möchten. Unserer Gemeinde hat es sehr gut getan, dass wir immer mal wieder ein kleines Baugebiet ausgewiesen haben. Immer nur sechs bis sieben Grundstücken, passend zur Größe unseres Dorfes. Alles in Maßen. Unser neues Baugebiet mit zehn Grundstücken ist für die nächsten zehn Jahre angedacht. Das hat den Vorteil, dass die Leute sich dann viel besser in die Gemeinde integrieren. Fast alle, die hierher gezogen sind, sind in die Feuerwehr eingetreten und sie engagieren sich am Dorfleben. Die Feuerwehr organisiert das kulturelle Leben in der Gemeinde, beispielsweise das Sommerfest, Theateraufführungen, Radringstechen und vieles mehr.

Und wenn Sie sich nun festlegen müssten auf diese eine Besonderheit, die Sprakebüll ausmacht?

 

Dann ist das unsere sehr gute Dorfgemeinschaft. Wirklich alle beteiligen sich am Dorfleben, auch die jungen Leute. Zum Beispiel fand der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr, im Wiesengrund statt, dem letzten Baugebiet, das fertig geworden ist. Das sind jetzt die Jüngsten, die haben sich der Sache angenommen und in ihrer Straße den Weihnachtsmarkt ausgerichtet. Und da kommen dann alle dazu. Das ist ganz toll zu sehen.

Was muss unbedingt verändert oder auf den Weg gebracht werden?

Es gibt immer wieder neue Dinge. Wir sind ja jetzt dabei, den Kindergarten in Achtrup zu erneuern an den Kosten sind wir auch beteiligt.Ohnehin sind wir mit Achtrup eng verbandelt durch Kindergarten, Schule, Vereine und den gemeinsamen Dorfentwicklungsplan. Zum Beispiel planen wir einen Fahrradweg von Achtrup-Bahnhof bis zur Schule. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu Achtrup.

Wichtig, nicht nur für unsere Gemeinde, sondern die ganze Region, ist, dass das auf dem Lecker Flugplatz geplante Gewerbegebiet entsteht. Das wären wichtige Arbeitsplätze für die Region.

Wie ist die Altersstruktur in Sprakebüll und gibt es genügend Angebote und Möglichkeiten für die jeweiligen Altersgruppen?

Wir sind eine überdurchschnittlich junge Gemeinde, demografischer Wandel ist bei uns überhaupt kein Thema. Aber auch ältere Menschen leben hier gut, was man daran sieht, dass sie hier bleiben wollen. Wir profitieren da sehr stark vom Bürgerbus, der fährt zwei oder drei Mal am Tag über Sprakebüll. Das ist sehr toll für uns. Die Verbindung nach Leck ist sehr wichtig für uns. Naja, und dann haben wir jetzt ja unser Dörpsmobil, unser Elektroauto, was jeder nutzen kann.

Und wird das schon viel genutzt?

Ja, es fängt an. Wir sind ja erst am Beginn. Das Auto kann seit diesem Sommer genutzt werden. Das muss sich noch etablieren. Wir haben einen Verein gegründet, da muss man Mitglied sein und dann kann man das Auto buchen. Die Mitgliedschaft kostet 25 Euro einmalig und dann kostest die Stunde 2,50 Euro. Und wenn man dann noch Mitfahrer hat, dann kann man sich diese Kosten ja noch teilen. Aber es wird schon recht gut genutzt zum Beispiel zum Einkaufen.

Einen Moment oder eine Situation, bei der Sie denken: Darum bin ich Bürgermeister geworden.

Ich habe so ein bestimmtes Pflichtgefühl in mir. Es müssen sich Leute um die Sachen kümmern, wenn es weiter gehen soll. Mir liegt ganz stark am Herzen, dass unsere Gemeindestrukturen so erhalten bleiben, wie sie jetzt sind. Das war echt mal in Gefahr. Der SSW hatte ja mal vorgeschlagen, hier Großkommunen zu bilden. Da bin ich total dagegen, weil dann das ganze dörfliche ehrenamtliche System zusammenbricht. Es muss Leute geben, die sich kümmern, es geht nicht ohne Ehrenamt.

Wir hatten ja vor zehn Jahren die Ämterzusammenlegung – davor hatte ich erst ein wenig Angst, doch das klappt jetzt ganz hervorragend. Wir als kleine Gemeinde finden uns in der Verwaltung wieder. Die Zusammenarbeit funktioniert ganz hervorragend.

Sie machen das schon so lang, was motiviert Sie?

Ich bin so unglaublich dankbar, dass ich zu einer Generation zähle, der der Krieg erspart geblieben ist. Und ich habe das Gefühl, dass ich etwas zurückgeben muss. Das ist mein Bauchgefühl, mein Grundgefühl. Wir haben es so gut, da muss man auch was tun, das entsteht nicht von allein. Das Ehrenamt hat sowieso viel mit Dankbarkeit zu tun, das hat man ja auch bei der Flüchtlingskrise gesehen. Wie viele haben sich da ehrenamtlich engagiert und geholfen, das war so toll zu sehen.

Ich werde auch nochmal antreten, weil ich dieses Amt so spannend finde und es mir wirklich Spaß macht.

Was nervt Sie an der Kommunalpolitik am meisten?

Naja, das sind durchaus schon die längeren Wege, aber wir sind gerade dabei diese zu verkürzen, indem wir selbst anpacken.

Längere Wege heißt Bürokratie?

Ja, Bürokratie, Förderanträge auf den Weg bringen. Aber ansonsten nervt mich eigentlich nichts. Wir haben so viel auf den Weg gebracht. Und das alles relativ unkompliziert hinbekommen. Das Zusammenspiel mit der Verwaltung funktioniert gut. Wenn man ordentlich, ehrlich und offen miteinander umgeht, dann gibt das in der Regel keine Schwierigkeiten. Man gewöhnt sich auch mit der Zeit daran, dass alles ein wenig langsamer läuft als in der freien Wirtschaft.

– Quelle: https://www.shz.de/18679551 ©2017

Op Füer, op Floot, wi helpt in Not

Op Füer, op Floot, wi helpt in Not

von Dorte Arendt
erstellt am 06.Sep.2017 | 13:01 Uhr

Sprakebüll | Alles ist relativ: „75 Jahre – das ist viel. Oder auch nix.“ Mit diesen Worten eröffnete Claus Fries, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Sprakebüll, seine Festrede zum 75-jährigen Bestehen der örtlichen Brandschutztruppe. Die Fülle von Erinnerungen und Anekdoten, die im Laufe des Abends zutage kamen, zeigten jedoch, dass in 75 Jahren ziemlich viel Erwähnenswertes passieren kann.

Als lebendiges Gedächtnis der Sprakebüller Feuerwehr präsentierte sich einmal mehr Nis Peter Petersen. Der heute 87-Jährige stand nicht nur von 1982 bis 1995 der 10. Feuerwehrbereitschaft vor, sondern war auch von 1984 bis 1995 Wehrführer der Sprakebüller. „Und wenn es die Altersgrenze nicht geben würde, wäre Nis Peter noch heute unser Wehrführer“, sagte Claus Fries augenzwinkernd.

Petersen gehört der Sprakebüller Wehr, die am 1. September 1942 in den Wirren des zweiten Weltkrieges gegründet wurde, fast seit Anbeginn an: Er trat schon als Zwölfjähriger ein, jedoch nicht freiwillig. Durch die kriegsbedingte Abwesenheit der Männer war der Brandschutz nicht mehr gewährleistet. Deshalb wies ein Erlass des Landrats von Südtondern die Bürgermeister an, Jungen und Mädchen ab zwölf Jahren in die Feuerwehr aufzunehmen.

 

Es sei nicht immer ein Vergnügen gewesen, in diesem jungen Alter im Einsatz zu sein, erinnerte sich Nis-Peter Petersen. Aber insgesamt habe er immer großen Spaß an der Feuerwehr gehabt. Das können Interessierte jetzt auch nachlesen: „Op Füer, op Floot, wi helpt in Not – Erinnerungen vun de ehemolige Wehrföhrer Nis Peter Petersen“ heißt das Büchlein, das zum 75. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Sprakebüll erschienen ist und 25 wahre Geschichten op Platt enthält. Erzählt hat sie Nis Peter Petersen, aufgeschrieben Peter Lühmann, die plattdeutsche Bearbeitung hat Malene Gottburgesen übernommen, finanziell unterstützt haben die Gemeinde und Bürgerstiftung Sprakebüll. „In den meisten Geschichten ist Schnaps dabei“, gab Bürgermeister Karl-Richard Nissen zu. Auch er selbst spielt in einer Erzählung als ganz junger Feuerwehrmann eine Hauptrolle, dazu ein Unimog, ein unbezähmbarer Rückwärtsgang, eine wilde Fahrt und, man ahnt es, viel Schnaps.

Doch auf dem Jubiläumsfest ging es nicht nur um heitere Begebenheiten, sondern auch um die ernsten, herausfordernden und nicht selten lebensrettenden Aufgaben, die Feuerwehrleute ehrenamtlich meistern – Hilfe leisten, Brände löschen und viel mehr. Bürgermeister Nissen lobte „die selbstlose Arbeit zum Wohle aller, die stete Einsatz- und Hilfsbereitschaft der jungen, gut ausgebildeten Gruppe. Um die Zukunft unserer Wehr ist mir gar nicht bange.“ Auch für das kulturelle Leben im Ort machten sich die Brandschützer verdient, nicht zuletzt durch ihre Laienspielgruppe. Dem auf dem Fest geäußerten Wunsch seines Wehrführers nach einem neuen Feuerwehrauto stellte er gute Chancen auf baldige Erfüllung in Aussicht – schließlich sei nicht nur er selbst, sondern auch die Mehrheit der Gemeindevertretung Teil der örtlichen Feuerwehr.

Schneekatastrophe, Sturmflut in Dagebüll, Großbrände: Sprakebülls aktueller Feuerwehrchef Claus Fries gab einen Rückblick auf unvergessene Ereignisse und ehemalige Wehrführer. Neben ihm erinnerten gleich mehrere Redner an Bruno Thomsen, der acht Jahre an der Spitze der Sprakebüller Brandschützer stand und von 1984 bis 2002 Nordfrieslands Kreiswehrführer war. Zum Abschied Thomsens wurde 2002 ihm zu Ehren der Kreisfeuerwehrtag mit rund 3000 Teilnehmern in Sprakebüll veranstaltet – ein Erlebnis, das auch am Jubiläumsabend noch ein Glitzern in die Augen jener brachte, die darüber sprachen.

Mehrfach ausdrücklich gelobt wurde die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren. „Ohne Zusammenhalt würde es hier nicht funktionieren. Aber wenn jede Wehr fünf Leute schicken kann und mit dem Rückhalt durch die starke Wehr in Leck sind wir in der Region sehr gut aufgestellt“, sagte Wehrführer Fries. Südtonderns Amtswehrführer Oliver Jabobsen ergänzte: „Es gibt nicht ,dein Feuer‘ oder ,mein Feuer‘, sondern ,unser Feuer‘ – denjenigen, die Hilfe brauchen, ist egal, wer kommt, Hauptsache, es geht schnell. Wichtig ist, dass es funktioniert.“ Auch der stellvertretende Kreiswehrführer Wolfgang Clasen betonte, wie wichtig die überörtliche Zusammenarbeit sei, um eine ausreichende Tagesverfügbarkeit zu sichern. „Wer glaubt, dass in der Feuerwehr Stillstand herrscht, der irrt“, so Clasen, der anregte, man müsse darüber reden, wie sinnvoll herrschende Altersgrenzen seien. „Wir haben die Kameraden dann verloren – und ihnen fehlt eine Aufgabe.“

Die Sprakebüller Feuerwehr verfügt derzeit über 27 Aktive und drei Anwärter, die bald aus der Jugendfeuerwehr übernommen werden können. Dazu kommen zehn Ehrenmitglieder; dazu gehört Albert Elfert, der am 1. April 1942 in die Feuerwehr in Stadum eintrat, später nach Sprakebüll wechselte – und damit genau so viele Jahre dem Brandschutz verbunden ist, wie es die Jubiläums-Feuerwehr gibt.

– Quelle: https://www.shz.de/17764931 ©2017

Sommerfest 2017

Sommerfest 2017

von nt
erstellt am 27.Jul.2017 | 06:50 Uhr

Mehr Besucher als Einwohner

 

Das Sommerfest in Sprakebüll, wie immer von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert, wurde aufgrund des 75-jährigen Bestehens der Feuerwehr und Dank der Unterstützung durch die Bürgerstiftung sowie die Gemeinde Sprakebüll in einem größeren Rahmen gefeiert.

Am Nachmittag ging es zunächst bei leichtem Regen auf dem Spielplatzgelände los, trotzdem nahmen rund 120 Teilnehmer an den angebotenen Geschicklichkeits- und Glücksspielen für jedermann in drei Altersklassen teil.

Das Wetter wurde mit der Zeit immer besser, sodass ein reichhaltiges Kuchenbuffet mit von Feuerwehrfrauen gespendeten Torten schon im Trockenen geschlemmt werden konnten. Für die Kinder stand den ganzen Tag eine große Hüpfburg zur Verfügung und die Bürgerstiftung Sprakebüll verteilte kostenlos Popcorn.

 

Im Vorwege des Sommerfestes war für die Kinder und Jugendlichen des Dorfes ein Wettbewerb zum Bau eines maximal 50 cm großen Bootes ausgeschrieben worden. Zum einen wurde das schönste Boot prämiert und zum anderen wurden dann die 27 zur Wahl stehenden Boot zu Wasser gelassen, um auf der Lecker Au das schnellste Boot zu ermitteln. Den Kreativwettbewerb gewann Fenna Rönnspieß und erhielt hierfür genauso einen kleinen Siegerpokal, wie das Urlauberkind Torben Kanies für sein „Rennboot“.

Im Laufe des Nachmittags füllte sich die Festwiese immer mehr, sodass letztendlich mehr Besucher gezählt wurden, als Sprakebüll Einwohner hat.

Nächster Höhepunkt des bunten Festes war dann ein Bumb-Ball-Turnier, zu dem auch einige Nachbarwehren eingeladen worden waren. Drei Jugendmannschaften und 15 Erwachsenenteams spielten Fußball unter erschwerten Bedingungen. Viel Gelächter gab es von den Zuschauern, wenn die aufgeplusterten Spieler/innen sich gegenseitig rammten, um an den Ball zu kommen und dabei kopfüber Mühe hatten, wieder auf die Beine zu kommen.

Das Abendprogramm begann mit einem Livekonzert der Gruppe „Rückkopplung“, die feinsten Coverrock zum Besten gab und viel Beifall erhielt. Ab Mitternacht übernahm DJ Marc das Kommando am Mischpult und sorgte dafür, dass bis in die frühen Morgenstunden die Tanzfläche im gut gefüllt war.

 

– Quelle: https://www.shz.de/17407791 ©2017

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Nordfriesen auf dem Energie-Olymp

Nordfriesen auf dem Energie-Olymp

 

Die Westküste ist nicht nur die Wiege der modernen Windkraft-Nutzung, die Nordfriesen können auch mit einer ganzen Reihe weiterer innovativer Ideen und Projekte aufwarten. Das Engagement findet inzwischen auch überregional Anerkennung: Fünf vorbildliche kommunale Energiespar-Initiativen aus Nordfriesland sind auf dem Aschberg in Ascheffel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) im Rahmen der „Energie-Olympiade“ ausgezeichnet worden. Dazu hatte die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz (EKSH) nach 2015 zum zweiten Mal zum „Gipfeltreffen der Energiesparkommunen“ in die Hüttener Berge eingeladen. Insgesamt schüttete die EKSH bei diesem Landeswettbewerb, der seit 2007 veranstaltet wird, 100.000 Euro an neun Kommunen, drei kommunale Zusammenschlüsse und einen Ehrenamtler aus.

Das sind die Preisträger aus Nordfriesland und ihre Projekte:

❏ Gemeinde Klixbüll:„Car-Sharing mit Vorbildcharakter“ – führt zu einer CO2-Einsparung von zweieinhalb Tonnen pro Jahr (Preisgeld: 7500 Euro).

Wenn Klixbülls Bürgermeister Werner Schweizer mittags von seinen morgendlichen Terminen zurückkommt, steht Hauke Harder schon bereit. Denn für die Nachmittagsstunden hat er das elektrisch betriebene Fahrzeug mit dem prägnanten Spruch „Teilen, das neue Haben“ auf der Webseite gebucht. Seit 2016 betreibt die Gemeinde das sogenannte Dörpsmobil. Der eigens dafür gegründete Verein hat heute 20 Mitglieder, die das Auto für 60 Euro im Jahr sowie 3,50 Euro pro Stunde nutzen können. Gebucht werden kann es auf einer extra eingerichteten Internetseite. Damit auch immer genug Strom vorhanden ist, wurden mehrere Ladesäulen installiert.

❏ Gemeinde Sprakebüll:„Was uns bewegt, treibt uns an“ – führt zu einer CO2-Einsparung von 40 Tonnen pro Jahr (Preisgeld: 7500 Euro).

Dass die Windräder des Bürgerwindparks wegen mangelnder Netzkapazitäten regelmäßig ausgesteuert werden und so keinen Strom produzieren können, sorgt im Ort für Unzufriedenheit. Also hat man sich Gedanken gemacht, wie sich der eigene Strom selbst nutzen lässt. Ergebnis: Heute sind in der Gemeinde 20 elektrisch betriebene Autos – davon vier für die Kommune – unterwegs, was Sprakebüll zu dem Dorf mit der größten E-Mobilitätsdichte Deutschlands macht. Wie in Klixbüll, gibt es auch hier ein Dörpsmobil samt Verein – einmaliger Mitgliedsbeitrag 25 Euro, Nutzungsgebühr 2,50 pro Stunde.

❏ Eider-Treene-Sorge GmbH:„E-Mobilität in der Tourismus-Region“ – führt zu einer CO2-Einsparung von zehn Tonnen pro Jahr (Preisgeld: 5000 Euro).

Im Gegensatz zu großen Ballungsräumen ist die Infrastruktur für E-Mobilität vor allem auf dem Land nach wie vor nur gering ausgebaut. Deshalb hat die von acht Ämtern getragene Eider-Treene-Sorge GmbH konkrete Maßnahmen ergriffen: Es wurden zehn E-Mobile als Dienstwagen geleast und elf frei zugängliche und kostenlos nutzbare E-Ladesäulen installiert. Damit soll den Anforderungen der Daseinsvorsorge Rechnung getragen und die Region als touristisch attraktives Gebiet gestärkt werden. Zum preiswürdigen Paket gehört noch mehr: Alle Ämter nehmen geschlossen am Forschungsprojekt „ePowered Fleets Hamburg“ teil, das die E-Mobilität und ihr Potenzial in einem klar begrenzten Raum erforscht. Dazu gibt es Flyer, einen Messestand für Veranstaltungen und Rundreisen sowie Dienstwagen mit touristischen Motiven, die als rollende Werbeträger durch ganz Schleswig-Holstein fahren. Ein Imagefilm bewirbt die Leichtigkeit des E-Mobilfahrens in den sozialen Medien.

❏ Regionale Kooperation Westküste:„Verschiedenheit als Potenzial“ – führt zu einer CO2- Einsparung von 6870 Tonnen pro Jahr (Preisgeld: 5000 Euro).

Die Kreise Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg fördern die E-Mobiliät: An der Westküste entsteht ein flächendeckendes Netz an Schnell-Ladestationen für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Eine von der Regionalen Kooperation Westküste – darunter die vier heterogenen Kreise mit teils grundverschiedenen Ausgangssituationen – vorgelegte Machbarkeitsstudie listet 19 optimal geeignete Standorte entlang der Autobahn 23 und der Bundesstraße 5 zwischen Elbe und dänischer Grenze auf. Das Papier umfasst alle technischen, rechtlichen und ökonomischen Eckpunkte – erste Betreiber sind bereits gefunden.

❏ Dr. Uwe Kurzke: Energieheld (Preisgeld: 1000 Euro).

Der gebürtige Rheinländer lebt seit 1987 auf Pellworm, wo er sich seit rund 30 Jahren für eine nachhaltige Insel und eine sinnvolle Regionalentwicklung engagiert. Der langjährige Inselarzt ist Mitbegründer und Funktionsträger der Energie AG, des Vereins Watt  +  Mehr sowie des Vereins Ökologisch Wirtschaften. Dr. Uwe Kurzke organisierte Themen-Workshops, aktivierte Bürger und entwickelte Ideen für die Insel, die Einwohner und den Klimaschutz. So gibt es seit mehr als 20 Jahren einen Bürgerwindpark, der die vielfache Menge des auf der Insel benötigten Stroms erzeugt

20 E-Autos auf 240 Einwohnern

20 E-Autos auf 240 Einwohnern

Ein lautlos anfahrendes Elektroauto ist in der Dorfstraße von Sprakebüll schon längst keine Seltenheit mehr. Die kleine Gemeinde zählt gerade einmal 240 Einwohner, doch bewegt zurzeit Großes: Sie entwickelt sich immer mehr zum „e-mobilen Dorf“ und setzt klare Zeichen Richtung Energiewende. 20 Elektroautos sind im Dorf angemeldet. 15 neue E-Autos wurden allein seit Dezember geleast. Jeder Wagenbesitzer besitzt zudem eine eigene Ladestelle am Haus. Bezuschusst wurden die E-Autos vom Bürgerwindpark Sprakebüll und vermittelt vom Green-Tec-Campus aus Enge-Sande in Zusammenarbeit mit Renault aus Norderstedt und Nissan aus Langenhorn. Am Mittwochabend wurden diese 20 Autos vor der Gaststätte zur Schau gestellt, und Bürgermeister Karl-Richard Nissen sowie alle Beteiligten luden die Gemeinde und Interessenten zum Infoabend über das E-Carsharing und den neu gegründeten Verein „e-Mobiles Dorf Sprakebüll e.V.“ ein.

Die einschneidende Idee zum Projekt, aus Sprakebüll ein e-mobiles Dorf zu machen, kam von den Geschäftsführern des örtlichen Bürgerwindparks Sprakebüll im Sommer letzten Jahres. „Wir wollten unseren eigenen Strom benutzen und nicht das Benzin der Tankstelle“, so Hans-Christian Andresen und sein Sohn Christian Andresen. Einwohner sowie Bürgermeister zeigten sofort Begeisterung und Engagement für das Vorhaben, Sprakebüll „grün“ zu machen. „Wir hatten es plötzlich mit einer sechsstelligen Summe zu tun, mit der wir bis dato nie in Berührung gekommen waren, aber im Endeffekt hat alles geklappt, und unser Mut hat sich ausgezahlt“, sagt Karl-Richard Nissen stolz über das teure Projekt.

Nun hat die Gemeinde auch ein eigenes sogenanntes „Dörpsmobil“ auf vier Jahre geleast. Der Verein „e-Mobiles Dorf Sprakebüll e.V.“ wurde anlässlich dafür Anfang April gegründet und ermöglicht den Mitgliedern das E-Carsharing des „Dörpsmobil“. Stundenweise wird das Auto vermietet und in dem eigens angelegten Carport an der Ladestation aufgeladen. Finanziert wird das Ganze von der Gemeinde, der Bürgerstiftung Sprakebüll sowie vom Bürgerwindpark Sprakebüll.

„Es sollte mehr Dörfer geben wie Sprakebüll“, betonte die anwesende Ingrid Nestle von den Grünen und lobte die Leistung der Gemeinde. Auch Stephan Wiese von Green-Tec-Campus, der die E-Autos vermittelte, zeigte sich begeistert von der Gemeinde: „Hier sind die Macher, hier ist die Energie.“

In den nächsten Wochen wird Sprakebüll seine erste Schnell-Ladestation einbauen und das Dorf somit auch für Durchfahrende attraktiv machen. An einer Schnell-Ladestation dauert das Aufladen nur eine halbe Stunde statt der üblichen zwei Stunden.

Das Vorhaben zeigt große Wirkung: Mit 20 E-Autos auf 240 Einwohnern hat Sprakebüll die größte E-Auto Dichte pro Einwohner in ganz Deutschland. 10 000 Liter Kraftstoff hätten sie bereits durch die Nutzung der E-Autos eingespart. Und in Zukunft ist das Ziel nicht nur, mehr E-Autos zu leasen, sondern auch die Landwirtschaftsfahrzeuge mit Kraftstoff aus dem Bürgerwindpark zu versorgen. Karl-Richard Nissen betont: „Wir beweisen, dass E-Mobilität auch auf dem Dorf funktioniert“.

Aktion sauberes Dorf

Bei Sonnenschein machte sich am gestrigen Sonntag etliche Sprakebüller auf den Weg, um die Wege und Gräben in der eigenen shzGemeinde von Müll zu befreien. Als Leiter der Aktion „Sauberes Dorf“ hieß Bürgermeister KarlRichard Nissen die Teilnehmer am Gerätehaus der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr willkommen, unter diesen auch viele Kinder. Zur Mittagszeit fand man sich wieder am Ausgangspunkt der Touren ein, um die gefüllten Säcke für den Abtransport nach Leck abzulegen. „Das hat sich richtig gelohnt“, befand ein begeistertes Mädchen im Grundschulalter. Am Sonnabend, 28. März, wird die landesweite Aktion „Sauberes SchleswigHolstein“ auch in vielen anderen Gemeinden Südtonderns veranstaltet. ji/nt

Beförderungen standen im Mittelpunkt

Beförderungen standen im Mittelpunkt

von Stephan Bülck
erstellt am 07.Jan.2015 | 10:39 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Sprakebüll führte in Paulsens Gasthof bei reger Beteiligung ihre Jahresversammlung durch.

Orts- und Gemeindewehrführer Claus Fries erinnerte in seinem Jahresbericht unter anderem an zahlreiche dienstliche Aktivitäten, wenngleich – und das ist eine gute Nachricht – nur ein ernster Einsatz anlässlich eines Wohnungsbrandes angefallen war. Man habe aber – auch gemeinsam mit den Nachbarwehren aus Achtrup und Lütjenhorn – fleißig geübt und sogar an einer kreisübergreifenden Großübung in Riesbriek teilgenommen, berichtete er.

Die Feuerwehr Sprakebüll hatte sich auch als örtlicher Kulturträger einmal mehr hervorragend bewährt, indem sie ein Dorffest und einen Ernteabend veranstaltet, ein Laternelaufen für Jung und Alt organisiert und ein Kartenspielturnier auf die Beine gestellt hatte. Als Höhepunkt des eigenen Stiftungsfestes der Wehr hatte sich das plattdeutsche Theaterstück „Een Säugling to veel“ von Joachim Grabbe, dargeboten von der eigenen Theatergruppe, erwiesen, das beim Publikum hervorragend angekommen war.

Nachdem auch die Obleute für Funk, Atemschutz und Einhaltung der Sicherheit einen Einblick in die Arbeit innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches gegeben hatten, wartete auch Kassenwart Jonas Carstensen mit seinem Bericht auf.

Die nachfolgenden Wahlen beschränkten sich auf Maik Hansen als neuen Revisor und Michael Pleger als Mitglied des Festausschusses. Nach erfolgreich abgeleistetem Probejahr wurden Lars Harderup und Kai Nielsen formell in die Wehr aufgenommen und vereidigt. Lars Thomsen wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Leck übernommen, Michael Christiansen, der früher schon einmal der Sprakebüller Wehr angehört hatte, erneut aufgenommen.

Oliver Jacobsen vom Kreisfeuerwehrverband Nordfriesland beförderte den Sprakebüller Wehrführer Claus Fries zum Oberbrandmeister. Zu Feuerwehrmännern befördert wurden Owe Liedke, Jonas Carstensen und Christoph Düsing, während Matthias Fries der Rang eines Hauptfeuerwehrmanns zuerkannt wurde. Die einzige Frau in der Feuerwehr Sprakebüll, Ina Siegert, die einst über die Jugendfeuerwehr Achtrup dorthin gelangte, ist nun Löschmeisterin. Christoph Düsing und Reiner Jacobsen wurden für zehn-, Jürgen Hansen sogar für 30-jährige Treue zur Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet.

Bürgermeister Karl-Richard Nissen trat auf eigenen Wunsch hin in die Ehrenabteilung über. „Angesichts all dessen, was hier am heutigen Abend zur Sprache kam und des neuerlichen Mitgliederzuwachses, sehe ich der Zukunft unserer Feuerwehr gelassen entgegen“, so ließ er sich vernehmen.

Kai Nielsen, Owe Liedtke und Ewald Enewaldsen wurden beauftragt, die Orientierungsfahrt 2015 auszuarbeiten.

 

 

Ja zur Erweiterung des Fahrradwegs

vom 4. Dezember 2013
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt: von volonf
 

Gemeindevertretung will Vorhaben für 120 000 Euro umsetzen

Zum Auftakt der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Sprakebüll erinnerte Bürgermeister Karl-Richard Nissen daran, dass das Wärmekonzept seiner Gemeinde bei der „Energie-Olympiade“ mit einem Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro Euro ausgezeichnet wurde. Die Kosten für die Befestigung der Seiten einiger Wege waren um 7000 Euro geringer als veranschlagt ausgefallen. Nach der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik wurden einige Nachbesserungen erforderlich.

Weil der Bürgermeister, der bislang als Vertreter seiner Gemeinde für die Verbandsversammlung des Wasserbeschaffungsverbandes Nord fungierte, in den Vorstand des Zweckverbandes berufen worden war, galt es nunmehr, einen Nachfolger und dessen Stellvertreter zu benennen. Vorgeschlagen und einstimmig gewählt wurden Claus Fries und – als dessen Stellvertreter – Kay Diederichsen.

Leerrohre für Breitband werden gleich mitgelegt

Die Kosten für eine Erweiterung des Fahrradweges von der Dorfstraße bis zum Schiftenweg, einschließlich des erforderlichen Landerwerbs, wurden auf etwa 120 000 Euro veranschlagt. Die ins Auge gefasste Maßnahme würde die innerörtliche Erschließung abrunden und einen Rundweg entstehen lassen. Deshalb beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, sie zu realisieren. Angeregt wurde, die Leerrohre für die Breitbandversorgung und – sofern möglich – auch je eine Leitung für Telefonanschlüsse und die Wärmeversorgung mitzuverlegen.

Zur Sprache kamen sodann die im Jahre 2012 von der Gemeinde getätigten über- und außerplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen. Die Überschreitungen beliefen sich auf insgesamt rund 121 000 Euro. Der Bürgermeister hatte im Rahmen seiner in der Haushaltssatzung verankerten Ermächtigung Mehrausgaben im Gesamtbetrag von 39 400 Euro genehmigt. Die verbliebenen Haushaltsüberschreitungen in Höhe 81 600 Euro segnete die Gemeindevertretung einstimmig ab. Dabei schlugen Ausgaben für den Grunderwerb für die Fahrradwege (21 600 Euro), die um 11 200 Euro angestiegenen Schulkostenbeiträge an die GS Achtrup und die aufgrund höherer Kinderzahl angefallenen Mehrkosten auf dem Gebiet der Gastschulbeiträge an Gemeinschaftsschulen besonders stark zu Buche.

Resolution gegen Fracking auf dem Areal der Gemeinde

Wie Dirk Pfeiffer als Mitarbeiter des Amtes Südtondern darlegte, lautete die Schlussbilanz des Haushaltsjahres 2012 auf einen in der Ergebnisrechnung festgestellten Überschussbetrag in Höhe von 62 500 Euro. Der Ergebnisplan konnte mit Gesamterträgen und -aufwendungen in Höhe von je 635 000 Euro ausgeglichen gestaltet werden.

Mit einer eigenen Resolution, die den vom Amtsausschuss Südtondern bereits gefassten Protest unterstützt, machte die Gemeinde Sprakebüll deutlich, dass sie auf ihrem Areal „Fracking auf gar keinen Fall zulassen“ wird.

Drei Anregungen nahm das Gremium zur Kenntnis: Zum einen solle eine Hundezählung durchgeführt, zum anderen für das Wärmenetz ein Notstromaggregat angeschafft werden. Drittens solle sich der Finanzausschuss mit der Gründung einer Stiftung befassen.

Mehr Platz für die Ausrüstung

Die Feuerwehr feierte die Fertigstellung des neuen Zweckraums in ihrem Gerätehaus sowie 50 Jahre Dienstzeit ihres Kameraden Claus Sievers

Die Arbeiten am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Sprakebüll sind abgeschlossen, und das wurde am Wochenende gefeiert. Anstoß für die Baumaßnahme war der dringende Wunsch der Aktiven, einen Raum zu erhalten, in welchem sie ihre Einsatzkleidung aufbewahren könnten. Auch bot es sich an, das ganze Gerätehaus an das Fernwärmenetz der eigenen Gemeinde anzuschließen.

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„Im Namen aller Kameradinnen und Kameraden möchte ich mich hiermit bei der Gemeinde dafür bedanken, einen so schönen Raum und eine deutliche Verbesserung der Zentralheizung erhalten zu haben“, erklärte Gemeindewehrführer Claus Fries. Dass dies trotz erheblicher Enge und technischer Schwierigkeiten so gelungen sei, habe seinen Grund darin, dass man von dem ursprünglichen Plan abgerückt sei, die Maßnahme zum Löwenanteil in Eigenleistung zu absolvieren und stattdessen überwiegend auf die Hilfe gewerblicher Firmen zurückgegriffen habe. Dennoch gebühre den Kameraden, die ihre eigenen Kräfte und Fachkenntnisse zur Verfügung gestellt hatten, Dank und Anerkennung. Besonders würdigte Claus Fries den Bauleiter Michael Pleger für dessen umsichtige Arbeit und sowie die an der Maßnahme beteiligten Firmen. Des Weiteren dankte er den Frauen, sich des Gerätehauses erbarmt hatten, nachdem dieses als Folge handwerklicher Arbeiten total eingestaubt war. Letztere Anmerkung löste spontanen Beifall aller Versammelten aus.

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Am Ende seiner Rede holte der Wehrführer eine – aus gesundheitlichen Gründen längst überfällige – Ehrung nach. Er bat Claus Sievers zu sich, um ihm für 50-jährige Treue zur Feuerwehr die entsprechende Ehrenurkunde und Ehrenspange zu überreichen. Offiziell entschuldigte sich Claus Fries für seinen Fehler, Claus Sievers während dessen Krankheit nicht besucht zu haben. Ein nachträgliches Geschenk gab seiner Reue sichtbaren Ausdruck. Als erster Gratulant des Jubilars hielt Bürgermeister Karl-Richard Nissen eine kleine Lobrede: „50 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr heißt, sich ein halbes Jahrhundert uneigennützig in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Und das hast du, Claus, getan. Dies beweist, dass du dich mit deiner Heimatgemeinde eng verbunden fühlst.“

Sodann wandte sich der Bürgermeister noch einmal der fertiggestellten Baumaßnahme zu. Die Gesamtkosten hätten sich auf rund 40 000 Euro belaufen. Die Erstellung des neuen Raumes habe man zum Anlass genommen, auf dem Grundstück des Gerätehauses einige Verschönerungsmaßnahmen vorzunehmen.

Ein Grußwort des Achtruper Gemeindewehrführers Markus Wagner, der zugleich im Namen seines Lütjenhorner Kollegen Manfred Nickel für die Einladung dankte und im Namen ihrer Freiwilligen Feuerwehren ein „Flachgeschenk“ überreichten, leitete über zum geselligen Teil des Abends.

von   Ulrich Jess
erstellt am 07.Jul.2014 | 09:10 Uhr

Ja zur Erweiterung des Fahrradwegs

Sprakebüll: Ja zur Erweiterung des Fahrradwegs

vom 4. Dezember 2013
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindevertretung will Vorhaben für 120 000 Euro umsetzen

Zum Auftakt der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Sprakebüll erinnerte Bürgermeister Karl-Richard Nissen daran, dass das Wärmekonzept seiner Gemeinde bei der „Energie-Olympiade“ mit einem Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro Euro ausgezeichnet wurde. Die Kosten für die Befestigung der Seiten einiger Wege waren um 7000 Euro geringer als veranschlagt ausgefallen. Nach der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik wurden einige Nachbesserungen erforderlich.

Weil der Bürgermeister, der bislang als Vertreter seiner Gemeinde für die Verbandsversammlung des Wasserbeschaffungsverbandes Nord fungierte, in den Vorstand des Zweckverbandes berufen worden war, galt es nunmehr, einen Nachfolger und dessen Stellvertreter zu benennen. Vorgeschlagen und einstimmig gewählt wurden Claus Fries und – als dessen Stellvertreter – Kay Diederichsen.

Leerrohre für Breitband werden gleich mitgelegt

Die Kosten für eine Erweiterung des Fahrradweges von der Dorfstraße bis zum Schiftenweg, einschließlich des erforderlichen Landerwerbs, wurden auf etwa 120 000 Euro veranschlagt. Die ins Auge gefasste Maßnahme würde die innerörtliche Erschließung abrunden und einen Rundweg entstehen lassen. Deshalb beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, sie zu realisieren. Angeregt wurde, die Leerrohre für die Breitbandversorgung und – sofern möglich – auch je eine Leitung für Telefonanschlüsse und die Wärmeversorgung mitzuverlegen.

Zur Sprache kamen sodann die im Jahre 2012 von der Gemeinde getätigten über- und außerplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen. Die Überschreitungen beliefen sich auf insgesamt rund 121 000 Euro. Der Bürgermeister hatte im Rahmen seiner in der Haushaltssatzung verankerten Ermächtigung Mehrausgaben im Gesamtbetrag von 39 400 Euro genehmigt. Die verbliebenen Haushaltsüberschreitungen in Höhe 81 600 Euro segnete die Gemeindevertretung einstimmig ab. Dabei schlugen Ausgaben für den Grunderwerb für die Fahrradwege (21 600 Euro), die um 11 200 Euro angestiegenen Schulkostenbeiträge an die GS Achtrup und die aufgrund höherer Kinderzahl angefallenen Mehrkosten auf dem Gebiet der Gastschulbeiträge an Gemeinschaftsschulen besonders stark zu Buche.

Resolution gegen Fracking auf dem Areal der Gemeinde

Wie Dirk Pfeiffer als Mitarbeiter des Amtes Südtondern darlegte, lautete die Schlussbilanz des Haushaltsjahres 2012 auf einen in der Ergebnisrechnung festgestellten Überschussbetrag in Höhe von 62 500 Euro. Der Ergebnisplan konnte mit Gesamterträgen und -aufwendungen in Höhe von je 635 000 Euro ausgeglichen gestaltet werden.

Mit einer eigenen Resolution, die den vom Amtsausschuss Südtondern bereits gefassten Protest unterstützt, machte die Gemeinde Sprakebüll deutlich, dass sie auf ihrem Areal „Fracking auf gar keinen Fall zulassen“ wird.

Drei Anregungen nahm das Gremium zur Kenntnis: Zum einen solle eine Hundezählung durchgeführt, zum anderen für das Wärmenetz ein Notstromaggregat angeschafft werden. Drittens solle sich der Finanzausschuss mit der Gründung einer Stiftung befassen.