Auf dem Weg in Richtung Zukunft

Home / SHZ / Auf dem Weg in Richtung Zukunft
<span class=Auf dem Weg in Richtung Zukunft">

von Dirk Hansemann
19.01.2018

Für die gemeinsame Dorfentwicklung von Achtrup und Sprakebüll werden die Ideen immer konkreter.

Achtrup | Der Prozess der Bürgerbeteiligung zur Ortsentwicklung, er wurde bereits im Oktober 2016 mit dem Workshop „Zukunftsideen für Achtrup und Sprakebüll“ gestartet. Damals waren die Bürgermeister Uwe Matthiesen (Achtrup) und auch Karl-Richard Nissen (Sprakebüll) überaus begeistert von der guten Beteiligung und der Aufbruchstimmung, die während des Workshops herrschte. „Nutzen Sie die Chance, die Zukunft Ihrer Gemeinde, der Region, aktiv mit zu gestalten. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Ideen“, so warben sie jetzt erneut. Rund 50 Bürger beider Gemeinden waren dem Aufruf gefolgt und in die Grundschule Achtrup gekommen, um für ein Konzept zur Ortsentwicklung die nötigen Projektideen zu liefern.

So wurde überaus konstruktiv, aber auch kontrovers, doch stets zielführend in drei Gruppen gearbeitet. Im Anschluss an die Mittagspause, und moderiert von Camilla Grätsch, vom Flensburger Planungsbüro „GR Zwo“, präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse.

Schnell wurde klar, sowohl in der Gruppe: „Soziale Infrastruktur, Freizeit und Naherholung“, als auch „Wohnen, Entwicklung der Ortszentren“ sowie „Mobilität und Wege“, gibt es bereits viele gemeinsame Handlungsfelder. Ob Kindergarten, Schule oder Sportverein, Achtrup und Sprakebüll gehen einen gemeinsamen Weg, um die Lebensqualität in beiden Gemeinden zu erhalten und zu verbessern.

 

Doch Wege sind es auch, die durchaus kontrovers diskutiert wurden. So wie die von der Arbeitsgruppe vorgeschlagene Planungsidee für einen notwendigen Ausbau des Radweges von Achtrup-Bahnhof bis zur Schule. Hier sei dringend eine Lösung herbeizuführen, so der einheitliche Tenor. Nicht zuletzt auch, damit der Schulweg für die aus Sprakebüll kommenden Schulkinder zu einem sicheren wird.

Weniger kontrovers und bereits in Sprakebüll Realität: das Dörpsmobil. Zukünftig und gemeinsam mit Achtrup eine Kooperation eingehen, so dass jeweils in Sprakebüll und Achtrup ein Fahrzeug zur Verfügung steht, wäre laut dem Sprakebüller Christian Andresen kein Problem. Zumal auch der Bürgerwindpark bereits Bereitschaft signalisiert hat, sich kostenseitig einzubringen. Auch die Idee einer „Mitfahrbank“, wie sie bereits vielerorts steht, wurde von Peter Lühmann aus Sprakebüll erläutert. „Doch da müsste man vielleicht mal mit Leck über die Möglichkeit eines Standortes reden. Wenn wir morgens mit dem Bürgerbus von Sprakebüll nach Leck fahren, ist das kein Problem. Zurück ist das Problem, das geht dann erst Stunden später“, so Lühmann.

Anders hingegen eine nahezu vorlagenfähige Planungsidee, die Merle Ibald präsentierte, Thema: Schulhofgestaltung. Sei doch der derzeitige Zustand eher von Teergrau geprägt, als von einem ansprechendem Grün, so die Lehrerin der Achtruper Grundschule. Was dem Neubau des Kindergartens und der daraus entstandenen Verkleinerung des Schulhof geschuldet sei. „Hier sollte, zusammen mit den Kindern, Eltern und Verantwortlichen im Rahmen eines Workhops eine Ideensammlung gemacht werden“, forderte Merle Ibald. „Der erste Eindruck, gerade bei Eltern, die eine Schule für ihre Kinder suchen, ist der wichtigste.“ Zudem könne man den Pflasterverbrauch für aufgeschlagene Knie und Schürfwunden deutlich senken.

So war dann auch am Ende des Workshops für alle klar: Man ist auf dem richtigen Weg. Was folgt, ist ein weiterer Workshop mit Gewerbetreibenden, um sich dann mit einem Handlungsleitfaden für die Arbeit in beiden Gemeinden, zukunftsfähig aufzustellen. Oder wie Bürgermeister Uwe Matthiesen abschließend resümierte: „Und weiter geht’s!“

– Quelle: https://www.shz.de/18848991 ©2018