Die Gemeinde

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Im östlichen Teil des Amtes Südtondern liegt die Gemeinde Sprakebüll mit den Ortsteilen Sandacker, Freienwill und Sprakebüllfeld. Außerdem gehören zur Gemeinde die Güter Gaarde und Hogelund.
Zum Kreis Nordfriesland gehörend, mitten zwischen Nord- u. Ostsee gelegen, grenzt die Gemeinde im östlichen Teil an den Kreis Schleswig-Flensburg.Sprakebülimg_0797l wird 1498 erstmalig urkundlich erwähnt. 1998 feierte die Gemeinde daraufhin ihr 500 jähriges Bestehen. In unserer Dorfchronik, die unser leider schon verstorbener Ehrenbürger Johann Kühn für uns geschrieben hat, ist die Geschichte unseres Dorfes in sehr schöner Form zusammengefasst. Sprakebüll ist amtsangehörige Gemeinde des Amtes Südtondern mit dem Sitz der Verwaltung in Niebüll. Unsere Gemeinde hat eine Fläche von 1141 ha und z. Zeit 230 Einwohner. Die Gemeinde ist geprägt durch die Landwirtschaft, in der noch 8 Vollerwerbsbetriebe und 2 Nebenerwerbsbetriebe bestehen.

Auch einige Gewerbebetriebe befinden sich im Ort. Dem Strukturwandel fielen in den 50er und 60er Jahren etliche Handwerksbetriebe zum Opfer (Schmied, Maler, Stellmacher). Bis 1988 hatte Sprakebüll noch einen Gemischtwarenladen, der dann dem Konkurrenzdruck der Supermärkte nicht mehr standhalten konnte.

Schon seit über 10 Jahren spielen die alternativen Energien in unserer Gemeinde eine große Rolle. Die Familie Hans Chr. Andresen hat hieran einen großen Anteil. Mit ca 20 Arbeitnehmern beschäftigt sich die Familie heute mit Windkraft, Solarenergie, Biogas, Fernwärmeversorgung und Elektromobilität. Zurzeit wird gerade eine 8 km lange Biogasleitung nach Leck verlegt, wo Wärme und Strom eingespeist werden sollen. Außerdem betreibt die Familie Andresen eine Landwirtschaft und eine Ferienhausvermietung. Im Jahr 1998 wurde ein Bürgerwindpark mit 5 Windkraftanlagen mit je 1,65 MW errichtet. 2009 wurde ein ca 7 ha. Großer Solarpark mit Bürgerbeteiligung errichtet. Im Jahr 2011 entsteht der Bürgerwindpark Stadum Sprakebüll, mit 3 Anlagen von je 2,5 MW.

Sehr froh sind wir Sprakebüller, dass uns die Gastwirtschaft in unserem Dorf erhalten geblieben ist und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde 2002 erneuert werden konnte. Zum Schutz der Bürger und deren Güter gibt es auch in unserer Gemeinde eine Freiwillige Feuerwehr, die sich außerdem sehr aktiv um das dörfliche und kulturelle Leben kümmert. Für Versammlungen der Freiwilligen Feuerwehr wurde 1995 mit sehr viel Eigenleistung der Feuerwehrkameraden ein schöner Gemeinschaftsraum am bestehenden Gerätehaus errichtet. Heute finden hier Seniorentreffs, Gymnastikabende, Bastelabende der Dorffrauen, Mutter und Kind Treffs und diverse Versammlungen statt.

Wie in vielen anderen kleinen Gemeinden, wurde 1973 auch unsere Dorfschule in Sandacker geschlossen. Unsere Kinder werden heute in der Grundschule in Achtrup, den Gemeinschaftsschulen in Leck und Schafflund und dem Gymnasium und anderen weiterführenden Schulen in Niebüll auf das Leben vorbereitet. Die kleinen Kinder unseres Dorfes gehen in den evangelischen Kindergarten nach Achtrup.

Als Naherholung bietet sich den Bürgerinnen und Bürgern die Lecker-Au, die sich durch das gesamte Gemeindegebiet schlängelt. Schöne Wälder und eine mit Wirtschaftswegen, sowie Rad und Fußwegen durchquerte Feldmark lassen die Herzen von Radfahrern und Wanderern höher schlagen.. Unseren Jugendlichen steht ein schön angelegter Spiel und Dorfplatz zur Verfügung.

Im Jahre 2002 wurden die ersten Bäume in unserem neu gegründeten Ereigniswald gepflanzt. Es war Klaus Haß, unser umtriebiger Landschaftsgärtner, der die Idee zu diesem Vorhaben hatte und seine Idee entwickelte sich schnell zu dem, was heute entlang unseres Fahrradweges nach Schafflund zu bewundern ist. Bis 2015 wurden bereits mehr als 90 hochwertige Laub- und Obstbäume gepflanzt. Bruno Thomsen ersann die Chronik zum Ereigniswald. In Bild und Text begann er, die Familiengeschichten der Pflanzer eines jeden Baumes festzuhalten. Nach seinem viel zu frühen Tod übernahm seine Tochter Sabine diese Aufgabe.

Im Herbst 2009 wurde im Dorfmittelpunkt ein Blumenbeet angelegt. Dank der liebevollen Pflege durch Annelene Thomsen, blüht es sehr schön vom Frühjahr bis in den späten Herbst.

Alljährlich um die Weihnachtszeit erstrahlt der Maytoft in einem wunderschönen Lichterglanz, der Besucher von nah und fern anzieht. Während dieser Zeit veranstalten Angelika und Jürgen Hansen einen urgemütlichen kleinen Weihnachtsmarkt in der alten Schmiede.

Um bauwilligen Bürgern die Gelegenheit zum Bauen zu geben, wurde Anfang der 70er Jahre Sprakebülls erstes Baugebiet mit 7 Bauplätzen ausgewiesen. Die Straße bekam den Namen “Am Audeich”. 1998 entschloss sich die Gemeindevertretung ein zweites Baugebiet mit 6 Bauplätzen zu erstellen. Die Straße bekam den Namen “Maytoft”. 2002 mit 3 Bauplätzen die Straße Süderlücke. 2010 wurde das Baugebiet Wiesengrund mit 7 Bauplätzen erschlossen. 2015 waren alle Grundstücke vergeben und sind jetzt bereits bebaut. Dank einer Initiative der Gemeinde wurden die Haushalte in Sprakebüll im Frühjahr 2011 mit DSL versorgt.

In der Gemeinde wohnen zur Zeit überdurchschnittlich viele junge Leute mit Kindern und so ist der Radweg entlang der L 300, über Gut Gaarde bis Achtrup Bahnhof, also die lang ersehnte Radweganbindung nach Leck, die Erfüllung einer Herzensangelegenheit.

2013 wurde im Ortskern von Sprakebüll eine zentrale Wärmeversorgung ausgebaut.
Die Wärme für ca 50 Häuser liefert die Firma Biogas Andresen als Abwärme eines im Dorf installierten BHKW, dass über eine 2 km lange Leitung mit Biogas gespeist wird.
Die Gemeinde war Bauherr der Heizzentrale, der Wärmeleitungen zu den Häusern, der Wärmetauscher sowie der Wärmespeicher in den Häusern
Eine neu gegründete Wärmegenossenschaft macht den Betrieb und die Geschäftsführung der Wärmeversorgung.
Als Krönung erhielt die Gemeinde im Herbst 2013 eine Auszeichnung der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz SH GmbH für vorbildliche Wärmeversorgung, die mit 10.000,- EUR dotiert war.

Die neueste Einrichtung in unserer Gemeinde ist die am 28.09.2015 vom Bürgerwindpark Sprakebüll, vertreten durch den Geschäftsführer Hans-Christian Andresen gegründete Bürgerstiftung, die treuhänderisch vom Amt Südtondern verwaltet wird.
Die Arbeit der Bürgerstiftung regelt eine Satzung. Von beiden Bürgewindparks werden jährlich Spenden eingezahlt, die nach Vorgabe der Satzung verwendet werden können.
Die Gemeinde hat das erhaltene Preisgeld für vorbildliche Wärmeversorgung als Spende in die Bürgerstiftung gegeben.
Der Stiftungsrat wird sich Anfang 2016 konstituieren und sich folgendermaßen zusammensetzen:

Amtsdirektor oder seine Vertretung Das Amt Südtondern
Hans Christian Andresen Geschäftsführer Bürgerwindpark Sprakebüll
Karl-Richard Nissen Der jeweilige Bürgermeister der Gemeinde Sprakebüll
Claus Fries Der jeweilige Wehrführer der Gemeinde Sprakebüll
Dr. Christina Wuth Mitglied der Gemeindvertretung
Astrid Nissen Mutter mindesten eines schulpflichtigen Kindes
Ullrich Grabert Senior über 65 Jahre

Schon immer gab es aktive Bürger in unserer Gemeinde, die sich sehr für das Allgemeinwohl ihrer Mitbürger eingesetzt haben. Ich wünsche mir das auch für die Zukunft.

Karl-Richard Nissen -Bürgermeister-